Mani-Pedi – Ein Ratgeber für Nagelbesitzer

Von medizini

Unser Finger- und Fußnägel sind transparente Keratinplatten, die unsere Finger- und Zehenkuppen schützen und stabilisieren. In der Regel macht man sich um seine Fingernägel nur Gedanken, wenn man sie schmücken möchte oder sie zu lang sind. Dabei sind Fingernägel seit Urzeiten Ausdruck von Individualität oder sogar Klassenzugehörigkeit. Gesunde und schöne Nägel sind also doch ein Dauerthema.

In der Summe ist der menschliche Körper in der Regel stark und widerstandskräftig. Wer jedoch auf die einzelnen Körperteile und Komponenten achtet, erfährt bald mehr über mögliche Anfälligkeiten, als ihm lieb sein kann. So können auch Finger- und Zehennägel Grund zur Besorgnis geben. Gerade Frauen leiden häufig unter weichen und brüchigen Fingernägeln, obwohl nicht umfassend erforscht, wird die Ursache doch in chemischen Nagellackentfernern und der häufige Kontakt mit starken Reinigungsmitteln vermutet. Brüchigkeit kann aber auch auf einen Vitamin-H-Mangel hindeuten. Dieses Vitamin ist wichtig für die Bildung von Keratin und damit nicht nur für die Gesundheit von Fingernägeln, sondern auch von Haut und Haaren.

Durch Verletzungen des Nagelbetts oder der Nagelhaut (Kutikula) kann es zu Pilzbefall und damit zu Verfäbrung und Deformationen des Nagels kommen. Bis die erkrankten Stellen herausgewachsen sind (sofern es sich nicht um eine ortsbeständige Verletzung des Nagelbetts handelt), dauert es gerade bei Fußnägeln recht lange.
Das Aussehen unserer Nägel kann auch ein Symptom für Mangel- bzw. Fehlernährung oder körperübergreifende Krankheiten sein. So haben Psoriasis-Patienten häufig gefleckte und Neurodermitis-Patienten nicht selten glasig glänzende Nägel. Wird die Nagelwurzel dauerhaft geschädigt, z.B. durch Quetschungen, kann der Nagel auch abfallen.

Die Nagelpflege – Maniküre bei Fingernägeln, Pediküre bei Zehennägeln – dient also nicht nur der Schönheit, sondern kann die Gesundheit der Nägel allgemein unterstützen.  Hier ein paar Tipps für die Nagelpflege:

- keinen Nagellackentferner mit Aceton verwenden, der greift die Nagelsubstanz an

- ab und zu (besonders nach dem Nagellackentfernen) die Hände einige Minuten in lauwarmem Seifenwasser baden

- die abgestorbene Nagelhaut (der sichtbare Rand) vorsichtig zurückschieben, nicht abschneiden

- Pflegecremes oder -öle regelmäßig verwenden (z.B. Mandelcreme oder Olivenöl)

- von der Seite zur Mitte immer in dieselbe Richtung feilen (keine Metallfeile verwenden)

- die Nägel ab und an polieren, das schließt die Oberfläche und hält sie glänzend

- anschließend eine Feuchtigkeitscreme für Hände und Nägel auftragen und in Finger und Nagelbereich einmassieren

- bei brüchigen und trockenen Nägeln evtl. Nagelhärter auftragen

Dabei sollte klar sein, dass Nägelkauen tabu ist. Außerdem sollten Sie beim Umgang mit Reinigungsmitteln oder bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen und beim Lackieren der Nägel pflegenden oder zumindest transparenten Unterlack verwenden, um die Nägel zu versiegeln.

Viel Erfolg bei der Nagelpflege und viel Spaß mit Ihren schönen Nägeln!

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